Kosrae vom 10.1.2011 bis 17.1.2011

Montag 10.1.2011

Um 5.00 Uhr morgens in Guam angekommen. Trotzdem, dass ich nur auf der Durchreise bin, musste ich die Einreiseformalitäten der USA einhalten. Glücklicherweise habe ih mein Esta schon gemacht und so ging es problemlos. 4,5 Stunden warten. Dann ging es über Chuuk, Phonpei nach Kosrae. Bin um 16.00 Uhr da gewesen. Ziemlich fertig. Die blöden Klimaanlagen in den Flughäfen und Flugzeugen kosten mich jedes mal eine Erkältung. Trotz Pulli und Halstuch. Um 8 ins Bett. 

Dienstag 11.1.2011

War immer noch ziemlich fertig heute und habe auch aufgrund der leichten Erkältung heute nicht besonders viel gemacht. Am Abend ging es mir schon viel besser und da habe ich Tauchen ausgemacht.

Mittwoch 12.1.2011

Mit dem Boot raus heute Morgen. Dann Motorprobleme. Wieder zurück und Bootswechsel. Ich bin mit Doug (dem Eigentümer) seinem Sohn, dessen Freundin und seinem Freund rausgefahren. Alles Australier. Ziemlich easy. Die beiden Jungs haben das "Haitelefon" (so nenne ich es) ausprobiert. Das ist eine leere Wasserflasche aus Kunststoff. Die wird unter Druck zwischen den Handflächen gerollt. Man kann es sich kaum vorstellen, aber das funktioniert wirklich. Es soll sich für die Haie, wie das Knacken von Fischknochen anhören. Wir haben das in Palau auch schon gemacht. So hatten wir 4 Haie und einen kleinen Adlerrochen. Die Hartkorallen sind ziemlich schön hier. Den Rest des Tages habe ich nicht viel gemacht. Es ist auch nicht so, dass hier der Bär steppt. 7500 Einwohner auf der Insel. Ziemlich relaxed alles.

Donnerstag 13.1.2011

Heute Morgen aufgewacht und mein Kopf hat sich angefühlt als wäre ein Lastwagen drübergefahren. Habe das Tauchen abgesagt. Nachmittags bin nach Lelu gelaufen und habe Bilder geschossen 

Freitag 14.1.2011

Das gleiche Spiel heute. Etwas besser aber immer noch nicht gut genug zum Tauchen. Nachmittags bin ich in die andere Richtung gelaufen. Wurde von ein paar Hunden angegriffen. Ein kleiner Junge hat mir den Trick gezeigt, wie man sie loswird. Einen Stein nehmen und antäuschen das man ihn wirft. Wenn das nicht hilft, dann aufhören anzutäuschen.

Samstag 15.1.2011

Keine Besserung im Osten. Daher habe ich heute angefangen Antibiotika zu nehmen. Bringt auch nichts wenn ich das ganze wieder über Wochen hinziehe. Heute Nachmittag hat mich Josh (der Sohn des Eigentümers) mit einem kleinem Boot durch die Mangroven geschippert. War wirklich schön. Bilder gibt's später. Danach sind wir noch zu einem Wasserfall gefahren. Zumindest sollte da einer sein. Noch vor zwei Wochen war das ein Sturzbach. Heute eher ein Rinnsal.

Sonntag 16.1.2011

Heute ist Sonntag in Kosrae. Das heißt es geht nichts. Tauchen, Fischen, Schnorcheln: Alles verboten. Auch kein Alkohol. Da haben die Missionare ganze Arbeit geleistet. Für die 7500 Einwohner von Kosrae gibt es um die 20 Kirchen. Die streiten sich um die verlorenen Seelen. Den Hula-ähnlichen Tanz haben sie abgeschafft, weil er zu anzüglich ist. Ob das gut ist: Macht euch eure eigene Meinung. Ob die Leute, das alles hier gebraucht haben, darüber kann man gewiss längere Diskussionen führen. Ich finde die Übermacht der Kirchen hier ziemlich erdrückend und ich kann mir nicht vorstellen, das friedliche und sanfte Menschen, wie ich sie in Kosrae vorgefunden habe, das alles von außen eingetrichtert haben müssen. Aber die Missionare haben es sicher nur gut gemeint ... 

Mein Tag wahr daher ziemlich ruhig. Mir geht es wieder besser und morgen gehe ich zum Abschluss nochmal Tauchen.     

Montag 17.1.2011

Zum Abschluss heute nochmal Tauchen. Die Hartkorallenfelder sind wunderschön hier. Die Vielfalt ist unglaublich. Das Fischleben beschränkt sich auf viele kleine Fische. Alles was ein bisschen größer ist wurde leider gefischt. Großfischbegegnungen (Haie, Rochen usw.) passieren zwar, sind aber eher die Ausnahme. Das soll aber nicht heißen, dass man hier nicht gut Tauchen kann. Man muss einfach ein bisschen besser schauen. Eine Korallenart ist übersäht mit Weihnachtsbaumwürmern (die heißen wirklich so). Dort habe ich heute ein Makroclip geschossen, wie der Weihnachtsbaum sozusagen "entsteht". Echt cool. Das ist eigentlich nichts Besonderes, da es diese Würmer hier zu tausenden gibt. Allerdings kann man die Kamera nirgendwo positionieren, da die Korallen wie eine Halbkugel aussehen. Und durch die hohe Korallendichte hat man selten einen Platz daneben, um sich vernünftig zu positionieren. Weiterhin machen es Strömung und Dünung manchmal sehr schwer die Position zu halten. Der Clip wird in mein "Best of Micronesia" Video integriert. 3 Wochen müsst ihr also noch warten. Das war auf jeden Fall mein Highlight des Tages. Es sind eben die kleinen Dinge ...

Weiterhin hatte ich ja heute Geburtstag. Für die vielen Glückwünsche per Mail, Telefon und Gästebucheinträge möchte ich mich auf diesem Weg bedanken. Ihr bekommt alle noch ein Mail, aber das wird ein bisschen dauern, bis ich alles durch habe. Gefeiert habe ich in Palau genug, daher habe ich heute eigentlich nichts Aussergewöhnliches gemacht. Wieder unter Wasser zu sein war Geschenk genug heute. Außerdem musste ich heute packen, denn morgen geht's nach Phonpei.

Nur mal zum schauen. Mein Unterwassergehäuse in der Badewanne, um das Salzwasser loszukriegen. Normale Wasserqualität in Kosrae !!!!!!!!!

Pohnpei vom 18.1.2011 bis 24.1.2011

Dienstag 18.1.2011

Aufstehen, fertig packen. Dann zum Flughafen. Die machen hier Ami Kontrollen, auch wenn man nur von Insel zu Insel fliegt. Alles ziemlich ernst. Ich weiß zwar nicht welcher Terrorist es auf Mikronesien abgesehen haben könnte, aber man weiß ja nie. In Phonpei angekommen und es fühlt sich wirklich an, wie wenn man zurück in der Zivilisation ist. Ich habe eine Apotheke gebraucht und die haben tatsächlich gehabt was ich wollte. In Kosrae gibt es nicht mal eine. Die Insel ist umgeben von vielen Riffen und sieht wunderschön aus im Anflug. Mein Hotel ist im Dschungel und ich habe ein Zimmer ohne Fenster nur mit Moskitogittern. Heute war die Luftfeuchtigkeit extrem. Tauwetter für Dicke sozusagen. Morgen geht's Tauchen und es soll hier tatsächlich Mantas geben. Schau mer mal.

Mittwoch 19.1.2011

Aufgrund des Aufbaus meines Zimmers, muss ich mit meinem Kameraequipment anders umgehen. Die Feuchtigkeit durchdringt alles hier. Morgens versuche ich alles mit einem Fön trocken zu bekommen bevor ich dann im Unterwassergehäuse einschließe. Die Feuchtigkeit hier ist echt schlecht für alles Elektronische, und obwohl ich nicht ein Riesenfan von Klimaanlagen bin, da helfen sie wirklich. Das Tauchen war gut heute. Der erste Tauchgang am Palikir Pass war okay, aber am zweiten haben wir 4 Mantas gesehen. Das Video ist etwas trüb, da die Sicht schlecht war, aber es war einfach schön sie zu sehen. Abend gegessen habe ich wieder mit Brendan und seinem Vater. Brendan ist in Guam stationiert, bei den Special Forces, hat aber ziemlich vernünftige Ansichten.

Donnerstag 20.1.2011

Heute sind wir zum Ant Atoll gefahren. Ich hatte gehört, dass die Überfahrt ziemlich rau werden kann, wir hatten jedoch Glück. Weniger Glück hatten wir mit den Gezeiten. Die Flut hatt sich ziemlich verspätet, daher war die Sicht ziemlich schlecht. Wir sind kurz vor Vollmond. Da spielen die Gezeiten öfters mal verrückt. Trotzdem hatten wir nette Strömungstauchgänge und eine Schule mit 50-60 Büffelkopf Papageienfischen. So viele habe ich noch nie auf einem Haufen gesehen. Auf der Rückfahrt sind wir dann durch die Mangroven gefahren. Echt schön.

Freitag 21.1.2011

Zwei schöne, aber unspektakuläre Tauchgänge heute. Ansonsten keine besonderen Vorkommnisse.

Samstag 22.1.2011

Der erste Tauchgang heute Morgen war Manta Road. Ich hatte Probleme mit dem Druckausgleich. Hing auf 5 Meter und dann ging nichts mehr. Nach 5 Minuten ging ich wieder hoch. Habe Ward meine Kamera gegeben und oben war dann mein Ohr frei. Also habe ich es nochmal probiert und kam dann ohne Probleme runter. Dann waren wir unten direkt an der Putzerstation und ein Manta hing 15 Minuten da. Meine Kamera war immer noch auf dem Boot. Ich habe ziemlich geflucht, aber "Shit Happens". Nachdem ich mal nicht mit Filmen beschäftigt war habe ich mir meine Tauchkameraden mal angeschaut. 5 Japaner. Vater und Sohn. Richtig nette Leute und gute Taucher. Dann 3 ältere Herrschaften. Prinzipiell gute Taucher, aber die Einstellung, dass man alles anfassen muss. Mit meiner Videofilmerei bin ich sicherlich auch kein Heiliger, denn oftmals muss ich halt die Kamera irgendwo positionieren. Aber in 99,9 % aller Fälle schaffe ich das ohne was kaputt zu machen. Diese 3 Idioten habe ich mir dann aber auf dem Boot gekauft. Es gibt ein paar Menschen, die mich schon angepisst gesehen haben. Sucht besser Abstand. Diese Herrschaften haben zwar wahrscheinlich kein Wort verstanden, was ich gesagt habe, aber was ich gemeint habe, dass haben Sie durchaus mitbekommen. Manche englische Wörter haben durchaus Verbreitung in allen Sprachen gefunden. Am Ende waren mir alle anderen dankbar. Sogar die beiden anderen Japaner haben mir gedankt, dass ich die Jungs zur Minna gemacht habe. Abends war ich dann im "Rusty Anchor". Mit ein paar Surferboys ein paar Drinks genommen, aber zeitig ins Hotel. Wir tauchen mit Luft (kein Nitrox) hier und fast jeder Tauchgang ist an der Dekogrenze. Da mache ich keine Experimente.

Jeff Martin Angie Fred

Sonntag 23.1.2011

Letzter Tauchtag heute und das Ganze ohne Japaner. Angie, Fred und Jeff sind mitgekommen. Die waren schon in Ant dabei. Super nette Leute aus Sun Valley, Idaho. Segeln gerade gemeinsam durch den Pazifik. Sind von Französich Polynesien über die Salomonen hierhergekommen. Natürlich mit vielen Zwischenstationen, aber das würden den Rahmen sprengen. Ich habe sie gefragt, ob wir nochmals Manta Road tauchen können, da ich gestern ja keine Kamera hatte. Ich schätze mal wir hatten so ca. 9 verschiedene Mantas. Auch wieder am Anfang an der Putzerstation. Dann 4 Stück im "Formationsflug". War wahrscheinlich mein bester Manta Tauchgang. Und ich habe schon einige gemacht. Abends habe ich dann noch mit den dreien gegessen (siehe Bild). Achtet auch mal auf den Text meines T-Shirts.

Montag 24.1.2011

Gemütlicher Tag heute. Mit dem Boot raus zum Schnorcheln. Wir haben auf einer künstlichen Insel halt gemacht. Wurde damals aufgeschüttet als sie Kanäle gebaut haben. Der Platz an dem wir gerastet haben war voll mit Muschelkrebsen. Das waren bestimmt an die hundert Stück. Habe mir ein paar positioniert und dann Bilder geschossen. Echt witzig, wenn sie wieder aus ihrem Haus auftauchen. Dann sind wir zum Wasserfall. Habe nicht gefragt wie er heißt. War echt schön. Zum Abschluss Nan Madol. Die versunkene Stadt. Sie soll zwischen 500 und 900 Jahren alt sein. Zwei Brüder haben sie gebaut.Vieles ist sicherlich irgendwo zwischen Sage und Wahrheit.  Die Basaltsteine sind unbearbeitet auf einander geschichtet worden. Wenn man sieht wo das ist und wie es aussieht, bleiben mehr Fragen als Antworten. Ein Teil der Steine soll aus Yap stammen! Das ist ein paar tausend Kilometer weg. Als ich nach der Art des Transports fragte, war die Antwort "Wunani". Eine übernatürliche Kraft. Wahrscheinlich konnten die Jungs schon beamen. Anders kann man sich das nur schwer erklären.

Chuuk vom 25.1.2011 bis 31.1.2011

Dienstag 25.1.2011

Packen. Dann zum Flughafen. Ziemlich gemütlich heute. Eine Stunde Flug. Dann in Chuuk angekommen. Irgendwie eine ganz andere Welt. Nachdem ich zwei Wochen in extrem geordneten Verhältnissen war, ist hier auf einmal alles anders. Katastrophale Straßen. Die Jungs hier sind alle wie Rapper angezogen. Total unterschiedlich zu allem anderem. Das Hotel liegt schön. Außerhalb der Stadt. Schau mer mal wie das Tauchen wird.

Mittwoch 26.1.2011

Prinzipiell bin ich ja eher kein Wracktaucher, aber hier in Chuuk das ist schon was Einzigartiges. 1944 wurden hier bei "Operation Hailstone" 12 Kriegsschiffe und 32 Frachter versenkt. Weiterhin wurden 249 Flugzeuge zerstört. Die Wracks sind alle noch in ziemlich gut erhaltenen Zustand, da relativ wenige Artefakte entwendet wurden. So liegt noch Porzellan, Sake Flaschen usw. da unten. Ich habe heute drei Wracks getaucht: Die "Rio de Janeiro Maru", die "Kyosumi Maru" und die "Hoyo Maru". Teilweise ist der Korallenbewuchs so dicht, dass man sich fragt ob das immer noch das Schiff ist. Ich kann schon verstehen, warum die Leute aus der ganzen Welt hierher kommen.

Donnerstag 27.1.2011 bis Sonntag 30.1.2011

Die Tage verlaufen hier ziemlich gleich, daher will ich die letzten vier Tage mal wieder zusammenfassen. Morgens um 9.00 Uhr geht' s los. Erster Tauchgang. Dann je nach Tiefe 1-2 Stunden Pause. Dann zweiter Tauchgang. Mindestens 2 Stunden Pause. Dann dritter flacher Tauchgang. So gegen 16.00 Uhr bis 17.00 Uhr sind wir meistens fertig. Da alles mit Luft getaucht wird (kein Nitrox) und viele Dekotauchgänge (=Tauchgänge mit vorgeschriebenem Sicherheitsstopp von X Minuten, wobei das X je nach Tiefe variiert) dabei sind, heißt fertig auch wirklich fertig. Abendessen und früh ins Bett. Da hier alles extrem ist, habe ich die ganze Woche keinen Tropfen Alkohol getrunken. Weiterhin ist ausreichend Wasser ziemlich wichtig. Dehydration ist eine der Hauptursachen für Dekompressionskrankheiten. In Tiefen jenseits der 40 Meter muss man schon anders vorbereitet sein, als beim normalen Rifftauchen. Die Wracks sind hier sehr gut erhalten, da durch die Lagune die Strömungen sich in Grenzen halten. So hat sich hier ein Bewuchs der Schiffe entwickelt, der wunderschön ist. Im inneren der Schiffe liegt noch allerhand Gefährliches. Munition, Torpedos, Landminen usw. usw. Die San Francisco Maru wird auch "Milllion Dollar Wreck" genannt. Auf dem Deck stehen Panzer. Im Inneren sind Lastwagen und allerhand gefährliches Kriegsspielzeug. Das Wrack ist sicherlich eines der Schönsten. Weiterhin hat mir die Fujikawa Maru auch extrem gut gefallen. Zwei Flugzeuge haben wir auch getaucht. Die "Betty" ist noch wirklich gut erhalten. Das alles ist sehr beeindruckend hier und auch als Rifftaucher kann man sich der Faszination nur schwer entziehen. Vor allem ist es auch logistisch ziemlich einfach hier. Viele Wracks an einem Platz. Kaum Strömung, warmes Wasser und gute Sicht. Das ist schon ein Tauchermekka. Trotzdem muss man sich immer bewusst sein, dass man einen Friedhof betaucht. Es sind mehr als zweitausend Menschen ums Leben gekommen, als die Schiffe versenkt wurden. Es sind immer japanische Gruppen da, die das Grab ihres Vaters oder ihres Großvaters besuchen. Man sollte sich daher immer mit dem nötigen Respekt an Wracks heranwagen. Vielleicht wäre es mal nötig ein paar Politiker mit da runter zu nehmen, dass sie sehen was real bei Kriegen passiert. Vielleicht würden sie dann aufhören unnötig welche anzuzetteln.

Montag 31.1.2011

Heute Morgen hat es gestürmt. Daher viel es mir auch leicht nicht tauchen zu gehen. War schwimmen und habe mit der Vorselektion meiner Clips für mein nächstes Video angefangen. Jetzt kommt die Arbeit nach dem Spaß. Aber ich habe ja noch eine Woche Zeit. Bis Ende nächster Woche will ich die "Best of Micronesia" fertig haben.

Yap vom 1.2.2011 bis 8.2.2011

Dienstag 1.2.2011

Das übliche Spiel. Packen auf den Flieger warten. Dann 8 Stunden in Guam rumsitzen. weiter nach Yap. 2.00 Uhr morgens im Hotel.

Mittwoch 2.2.2011

Nachdem wir quasi erst angekommen sind, ging das Tauchen erst um 11.00 Uhr los. Die Sicht am Manta Spot war extrem schlecht, daher war das eher nicht so toll. Der zweite Tauchgang war im Innenriff, da es außerhalb ziemlich rau war. War okay, aber vom Hocker hat es mich nicht gerissen. Mein Hotel ist wunderschön. alles super gepflegt und als Restaurant haben sie einen alten indonesischen Schoner. Auch die Tauchbasis ist die am besten organisierteste, die ich bisher in Mikronesien gesehen habe.

Donnerstag 3.2.2011

Nachdem ich erst 7.42 Uhr aufgewacht bin und das Boot sollte um 8.00 Uhr auslaufen, hatte ich ein bisschen Stress. Ich war aber noch vor der Zeit auf dem Boot. Organisiertes Packen war angesagt. Der erste Tauchgang war wieder ein Manta Tauchgang. War aber um Klassen besser als gestern. Einer der Mantas war richtig massiv groß. Imposant. Das Ganze ist relativ flach. Man hängt da bei 6 Meter rum und wartet auf die Viecher. Dadurch fehlt ein bisschen die Räumlichkeit. Den zweiten Tauchgang haben wir am "Vertigo" gemacht. Dort veranstalten sie normalerweise ihre Hai Fütterung. Dadurch tauchen die Haie natürlich auch auf, wenn nur das Boot  ohne Köder kommt. So viel zum Thema, dass Haifütterungen keinen Einfluss auf das natürliche Verhalten haben. Ich kann es nicht verstehen, warum man so was veranstaltet und ich werde es auch vermeiden an sowas teilzunehmen. Da kann ich ja gleich in den Zoo gehen.

Freitag 4.2.2011

Nochmals Manta Tauchen heute. War am Anfang langweilig, aber dann wurde es besser. Der zweite Tauchgang waren die Yap Caverns. Das sind so Steinformationen, wo man durch tauchen kann. Ist richtig nett. Abends dann ein bisschen weg gewesen. Aber da ich morgen tauche, habe ich es langsam angehen lassen.

Samstag 5.2.2011

Das fast alle abreisen hatten wir heute das Boot fast für uns. Drei Leute und ein Diveguide. Das ist schon richtig nett. Im Mi'l Channel waren früher die Mantas an der Putzerstation. Diese Jahr sind sie woanders. Wir hatten aber einen schönen Tauchgang dort. Und beim Sicherheitsstopp kam dann auch noch ein Manta vorbei. War richtig gut. Der zweite Tauchgang, fällt unter die Kategorie "Das hätten wir uns sparen können". War wohl eher nichts. Nachmittags bin ich dann ein paar Höhenmeter machen gewesen. Bin zum Sendemasten hochgelaufen. Von dort oben hat man einen schönen Ausblick auf die Insel. Habe ein paar Bilder geschossen, die ich morgen ins Netz stellen werde.

Sonntag 6.2.2011

Nachts war die Anreise von 60 Leuten. Davon 40 aus einem ost europäischen Land, wenn ihr wisst was ich meine. Die schönen Zeiten sind vorbei. So versuche ich dem Hotel zu entkommen, wo ich kann. Ich habe drei Tauchgänge gemacht und dann bin ich abends noch zur Steingeldbank gelaufen. Der Sage nach haben Sie das Steingeld in Palau gemacht und dann nach Yap transportiert. Den tieferen Sinn verstehe ich nicht, aber es stehen viele Steine mit Löchern rum. Interessant sieht es auf jeden Fall aus. Die Tauchgänge waren ganz okay heute. Zuerst habe ich gedacht, dass ich etwas übertaucht bin, aber als meine Mittaucher nach 50 Minuten Mantaaction einfach so abgehaut sind, war es eher anders rum. Da wäre ich gerne noch geblieben. Bei 6 Meter reicht selbst mir die Luft für 2 Stunden. Also ich bin nicht übertaucht, ich kann es immer noch genießen. Schönheit wird nie langweilig. Und Mantas sind einfach einzigartig.

 

Montag 7.2.2011

Nachdem wir nochmals in den Yap Caverns einen schönen Tauchgang hatten, hat Alex als zweiten Tauchgang den Tauchplatz "Magic Kingdom" rausgesucht. Zumindest das, was davon noch übrig ist. Alex hatte zwar gesagt, das der Platz vom Taifun vor 17 Jahren in Mitleidenschaft gezogen wurde, aber ich konnte mir trotzdem nicht erklären warum 80 % der Hartkorallen tot sind. Da habe ich sie gesehen: Dornenkronen. Teilweise 3 Stück auf einer Koralle. Das ist wie eine Pest. Da bleibt nichts übrig. Auf dem Bild seht ihr, wie sich eine über eine Hartkoralle hermacht. Das ist echt deprimierend wenn man das sieht. Es sind meistens die gebleichten. Vielleicht sin deren Abwehrkräfte schon geschwächt. Muss ich recherchieren. Es war fast wie eine Wüste zu betauchen , aber man konnte sich vorstellen wie schön es dort mal gewesen sein muss. Vielleicht ist das Ganze nur Teil eines Prozesses der einfach sein muss. Vielleicht sind die Dinger nur die Müllabfuhr, die Platz machen für was neues.

So ging der letzte Tauchtag mit gemischten Gefühlen zu Ende. Dann hat es auch noch geregnet und die Aufgabe, das Tauchzeugs trocken zu bekommen wurde wieder etwas kniffliger.

Dienstag 8.2.2011

Wieder ein Tag um den Stickstoff loszuwerden. nachmittags eine Land Tour über die Insel gemacht. Dann abends um 11 auf den Flughafen

Guam vom 10.2.2011 bis 10.2.2011

Mittwoch 9.2.2011 - Donnerstag 10.2.2011

Um 4.00 Uhr angekommen. Ins Hotel. Ein paar Stunden geschlafen. Dann um 9.00 Uhr abgeholt worden, um meinen Mietwagen zu bekommen. Das erste Mal seit 3 Monaten wieder Auto fahren. Dann habe ich den ganzen Tag Dinge erledigt, die man auf den kleinen Inseln nicht machen kann. Da das hier US Territorium ist, bekommt man auch alles, was das Herz begehrt. So habe ich einige Dinge gekauft. In Chuuk sind mir meine (Spezial) Batterien für die Lampen ausgefallen. Also habe ich welche in den USA bestellt und hierher schicken lassen. Die gehen jetzt leider nicht. Manchmal will man den ganzen Elektronikschrott packen und in eine Ecke pfeffern. Wenn an meiner Unterwasser Kamera nochmals was ausfällt dann kommt der ganze Dreck bei Ebay ins Netz. Heute Abend gehts nach Manila.

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