Ambon

Morgens mal wieder packen und nach Bali fliegen. Abends um 20.00 Uhr dann angekommen. Dann habe ich gefragt, wann ich für einen Inlandsflug am Flughafen sein muss. 3 Stunden vorher war die Aussage. Da mein Flieger um 6.10 Uhr ging, hieß das relativ früh aufstehen. Ich war dann um 3.00 Uhr am Flughafen und der hat dann auch um 4.00 Uhr aufgemacht. Was soll's, ich hatte ja ansonsten nichts vor.

Über Surabaya nach Ambon und da habe ich dann Ali und Nus getroffen. Die waren beide in Lembeh als ich 2011 dort war. Das hat mich wirklich gefreut die beiden wieder zu sehen.

Kameragehäuse zusammen bauen und dann das erste Mal seit langem wieder Bilder machen Unterwasser. Ist schon eine Umstellung von Videos. Manches ist einfacher und manches ist schwieriger. Die ganz kleinen Dinge unter 5mm sind mit Video nur mit extremen Aufwand zu erreichen. Das geht schon einfacher mit den Fotos. Trotzdem steckt der Teufel, wie immer, im Detail. Gute Fotos schaffe ich schon. Zu großartigen Bildern wird's wohl noch ne Weile dauern.

Ambon bietet nicht die klassische Taucherei mit Fischen und Riffen. Hier taucht man Critter und andere bizarre Geschöpfe. Man muss sich schon daran gewöhnen durch Müll abzutauchen und dann unten im Müll zu tauchen. Mal mehr, Mal weniger, aber irgendwas liegt immer rum. Den Crittern scheint es nichts auszumachen. Derartig vielfältige Unterwasserwelt trifft mal selten. In Palau ist es ein Highlight mal eine oder zwei Schnecken auf einem Tauchgang zu sehen (man geht auch nicht für Schnecken nach Palau !). 50 sind keine Seltenheit hier. Dazu mal 5 Rhinopias auf einem Tauchgang und und und. Im Schnitt mache ich so 400 bis 500 Bilder pro Tauchtag. Da sind natürlich von einem Objekt mal 20-30 dabei. Bei den ganzen kleinen Dingen benutze ich ein Makroobjektiv und einen Diopter (Vorsatzlinse). Damit geht's dann runter bis zu Objekten von ein paar Millimeter. Das ist anstrengend, aber macht auch viel Spaß. Bei vielen dieser extremen Zoomaufnahmen ist ein Detail unscharf, was man aber oft erst am PC sieht. Aber wenn es einfach wäre, dann würde es ja jeder machen.

Auf einem der Tauchgänge hatte ich ein "Hailight". Einen Hammerhai auf 3 Meter. Natürlich hatte ich Makro drauf und nur einen Blitz. Ein Bild habe geschossen, in dem man erkennt was es ist. Gut ist anders.

Am letzten Tag war ich dann noch bei den Flussaalen in einem Dorf. Das war echt interessant. Schaut euch die Bilder an.

Im Großen und Ganzen war es großartig hier. Die Leute sind super und das Tauchen hat eine hohe Qualität. Beim Müll darf man halt nicht so wählerisch sein.

Pack again in the morning and fly to Bali. Arrived at 8 pm in the evening. Then I asked, when I have to be at the airport for a domestic flight. 3 hours before was the statement. Since my flight was at 6.10 am, that meant getting up quite early. I was at 3 am the airport and it finally opened at 4 am. What the heck, but I had nothing better to do anyway.

Through Surabaya to Ambon and then I saw Ali and Nus again. They both were in Lembeh, when I was there in 2011. That was really nice to see both of them again.

Assembled my housing and then for the first time in a long time I took pictures underwater. It's a quite a change from taking videos. Some things are easier and some more difficult. The very small things under 5mm you can only shoot on video with extreme effort. This is easier with the photos. Nevertheless the details create the challenge. I get good photos already. For great pictures it will still take a while.

Ambon does not offer the classical diving with fish and reefs. Here you will see critters and other bizarre creatures. You have to get used to dive through trash and then dive with the garbage below. Sometimes more, sometimes less, but something is always around. The critters do not seem to mind. Such diverse underwater world is really rare to see. In Palau it is a highlight to see even one or two nudibranchs on a dive (we do not go for nudis to Palau!). 50 are not uncommon here. You can see 5 Rhinopias on a dive and so on. On average I'm doing 400 to 500 images per dive day. Sometimes there are 20-30 from one object. With all the little things I use a macro lens and a dioptre (conversion lens). You can shoot objects of a few millimetres (a tenth of an inch for the imperial troops). This is hard work, but also a lot of fun. In many of these extreme zoom shots one detail is out of focus, but often you see this just on PC. But if it was easy, everybody would do it.

On one of the dives I had interesting encounter with a hammerhead . He was looking for the fish rests that the fishermen threw over board. The shark was at 3 Meters and quite big. Of course I had a macro lens and only one strobe. I shot one picture, in which you can see what it is. Definitely not good quality.

On the last day I saw the river eels in a village. That was really interesting. Look at the pictures.

Overall, it has been really great here. The people are very nice and the diving is of high quality. With all the  garbage you have to put on with.

"The hammerhead"

Wakatobi

Nach ein paar Tagen in Bali, in denen ich hauptsächlich an meinen Bildern gearbeitet habe, und sonst nicht viel getan habe ging es nach Wakatobi.

Wakatobi ist ein Resort im Süden von Sulawesi. Ich habe schon ziemlich viel davon gehört in Taucherkreisen. Viel Positives aber auch viel Kritisches. Da die ganzen Safarischiffe aus Komodo schon weg waren, habe ich es dann mal versucht.

Wenn man mit kritischer Meinung irgendwo hingeht, dann wird man oft bestätigt. Meistens wenn man die Bestätigung sucht.

Ich habe in Wakatobi eine Resort vorgefunden, das sicherlich seines Gleichen sucht. In der Mitte vom Nirgendwo etwas derartiges über 20 Jahre aufzubauen und betreiben nötigt einem schon Respekt ab. Dazu kommen wahrscheinlich mit die besten Riffe, die ich je gesehen habe. Der dichte Bewuchs dieser Riffe sucht seinesgleichen. Fass Schwämme in der Dimension eines Mini Coopers sind schon beeindruckend. Dazu Korallen und Schwämme in allen Ausprägungen. Rifffische in großer Artenvielfalt sind auch vorhanden. Es gibt Tauchplätze die sind derartig dicht bewachsen, dass man kaum einen Platz findet um sich mit dem Pointer zu stabilisieren um ein Bild zu machen.

Dazu kommt Personal, das extrem freundlich und hilfsbereit ist. Da gibt es untereinander auch keine bösen Worte. Das Essen war auch ausgezeichnet. Als Vegetarier ist das ja manchmal nicht so einfach.

Natürlich ist nicht alles perfekt. Die großen Fischmassen fehlen. Es gibt zwar sehr viele Arten von Fischen, aber große Schulen sieht man eben nicht. Ebenso fehlt Großfisch. Schildkröten gibt es allerdings genug.

Das soll jetzt nicht gemotzt sein, einfach nur zur Feststellung. Die Riffe an sich, sind total beeindruckend.

Der Größte Negativpunkt ist sicherlich der Preis, aber wenn man bedenkt wie schwer das Ganze zugänglich ist und wie alles eingeflogen werden muss, dann relativiert sich das auch wieder.

After a few days in Bali, where I worked mainly on my pictures (not many other things) I went to Wakatobi.

Wakatobi is a resort in the south of Sulawesi. I've heard quite a bit about Wakatobi in diving circles. A lot of positive but also lots of critical comments. Since the whole safari vessels in Komodo were gone (my original plan) I have decided to try it.

If you go with a critical opinion somewhere, then it is often confirmed. Usually you're looking for the confirmation.

I have found in Wakatobi a resort that is really outstanding. To build something like that in the middle of nowhere and operate it for more than 20 years deserves my respect. This comes together with one of the best reefs that I've ever seen. The dense vegetation of these reefs just amazing. Barrel sponges in the dimension of a Mini Cooper are quite impressive. There are coral and sponges in all forms. Reef fish in high biodiversity are also present.

There are dive sites which are so densely overgrown that you can hardly find a place to stabilize with the pointer to make a picture.

In addition staff is extremely friendly and helpful. The food was also excellent. For Vegetarians that's sometimes not that easy.

Of course, everything is not perfect. The big fish masses missing. While there are a lot of species of fish, but big schools of fish are absent. Also you do not see pelagics. However, there are enough turtles.

I am not grouching, just stating the facts. The reefs per se, are totally impressive.

The most negative point is certainly the price, but when you consider the difficulty of access and the logistics (Almost everything comes in via charter plane) that puts it back a bit more into ratio.